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zu Gunsten von positiven Konnotationen deutscher Geschichte. Selling analysiert diese Bildung eines neuen gesellschaftlichen Konsenses auch im Kontext mit den tiefgreifenden Veränderungen im Zuge des Zusammenbruchs der DDR und der deutschen Wiedervereinigung. Dieser Umbruch im kollektiven deutschen Gedächtnis verursachte aber auch die Senkung der Hemmschwelle gegenüber Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Theoretisch und an mehreren Fallanalysen (Walser-Debatte, Buchenwald, Neue Wache Unter den Linden, Holocaust-Denkmal Berlin) arbeitet Selling mit dem neutralen Blick von außen ein Thema auf, das unter dem Blickwinkel des Wiedererstarkens neonazistischer Kreise und der mittlerweile fast schon gesellschaftlich sanktionierter revisionistischer Töne (Vertreibungsdebatte, Bombenkriegsdebatte) auch nach 2000 eine neue Dimension erhält.
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