|
Bär Der Zugriff auf Computerdaten im Strafverfahren Auflage 1992 Verlag Carl Heymanns
Trotz des Alters des vorliegenden Buches hat sich seine Aktualität nicht geändert. Dies leigt eben daran, daß das Recht nicht mit der Entwicklung der Computertechnologie Schritt hält, eben auch nicht Schritt halten muß. Das Recht schützt eben die Freiheit der Person und die Staatsmacht kann nicht auf alles zugreifen, was sie gerne hätte. Natürlich muß versucht werden, auch den neuen Erscheinungsformen der Kriminalität zu begegnen, so insbesondere der Computerkriminalität. Daher beschäftigt sich die vorliegende Monographie mit den strafprozessualen Möglichkeiten von Polizei und Staatsanwaltschaft auf Computerdaten zuzugreifen. Es werden hier die bestehenden Möglichkeiten dargelegt und näher untersucht, ob z.B. auch im Wege der Auslegung oder Analogie hier Eingriffsrechte gegen Verdächtige und/oder Dritte bestehen. Hier stößt man desöfteren an die Grenzen der staatlichen Ermittlungsbefugnisse, wie z.B. daß z.B. vom Vorstand einer Bank nicht verlangt werden kann, Nachforschungen darüber anzustellen, welcher ihrer Mitarbeiter als Zeuge in Betracht käme. Damit würde die Ermittlungstätigkeit von der Polizei auf Private, eventuell Beschuldigte verlagert. Gerade im EDV-Bereich ist es schwierig die Reichweite der polizeilichen Ermittlungsbefugnisse festzustellen und den Ermittler in seine Schranken zu verweisen oder eben nachträglich die Unverwertbarkeit der unrechtmäßig erlangten Beweise zu beantragen.
Trotz des Alters kann dieses Buch jedem Strafrechtler, aber auch dem Firmenanwalt empfohlen werden.
|