Die Entjudung des Wohnraums Judenhäuser in Bochum

Hubert Schneider

Die “Entjudung” des Wohnraums - “Jugendhäuser” in Bochum

LIT

Zur Nachahmung empfohlen! Heraus mit den Juden aus den guten und billigen Wohnungen! Mit dieser populistischen Kampfparole der Nationalsozialisten aus dem Jahre 1939 begann die systematische Vertreibung der österreichischen und deutschen Juden aus ihren angestammten Wohnungen. Hinter dieser Politik standen nicht nur ideologische Prinzipien, sondern auch handfeste materielle Interessen. Viele Nichtjuden profitierten davon. Die Räumung der Wohnungen, die Einrichtung von sogenannten Judenhäusern, war überdies die erste Station des Weges, der über die Separierung und die Deportation zur Vernichtung führte. In Bochum wurden ab 1939 zehn dieser Judenhäuser errichtet. In ihnen wurden nachweislich ca. 100 jüdische Familie vor ihrer Deportation in die Konzentrations- und Vernichtungslager zusammengepfercht. Deren Geschichten werden in diesem Buch erzählt. Zum besseren historischen Verständnis wird diesen Geschichten ein Bericht über die Praxis der sogenannten Arisierung und der Wiedergutmachung in Bochum vorangestellt.

 

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