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seiner Rolle des "Anderen" zu einem gleichnishaften Versuchsfeld für menschliche Fragestellungen. Ein näherer Blick zeigt, dass diese Produkte der Popular Culture, wiewohl weitab institutionalisierter Religion angesiedelt, auch zentrale theologische Themen behandeln: Das Wesen von Gut und Böse sowie die Frage nach den Kriterien und Motivationen für beides, Leben und Tod, Erlösung und Ewigkeit, Körper und Seele, dazu Werte, Normen und deren Überschreitungen. Da Vampire prinzipiell unsterblich sind, ist die Auseinandersetzung mit ihnen, die von Liebe bis Feindschaft reichen kann, von der (theologischen) Dimension der Ewigkeit her bestimmt. Vampire fungieren in hohem Maße als Spiegel des gesellschaftlichen Diskurses zu diesen Themen, der in dieser Form vor allem von Jugendlichen und jungen Erwachsenen rezipiert wird. Der Sammelband beleuchtet diese neue und ungewöhnliche Rolle des Vampirs in Film- und TV-Produktionen der letzten 20 Jahre und eröffnet ein neues Diskursfeld für Theologie und Religionswissenschaft.
Theresia Heimerl, Dr. phil., Dr. theol., geboren 1971, Studium der Deutschen und Klassischen Philologie und der Katholischen Theologie; a.o. Univ.-Professorin am Institut für Religionswissenschaft der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz.
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