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wird hier zu Dollarpreisen verkauft, zu einem Vielfachen ihres Werts. Schliesslich rotten sich die Diebe gegen den insistierenden Bestohlenen zusammen. Er zieht sich zunächst nach Trastevere zurück, den Stadtteil Roms, in dem die Armen leben, die Diebe und deren Helfer, die Dirnen und Zuhälter, die Schwarzhändler und ihnen nahe stehende Existenzen. Ein Versuch, die Polizei in die Suche nach dem Fahrrad einzuschalten, misslingt. Die Beamten haben andere Sorgen: >>Die Aufgabe der Polizei besteht darin, sich etwas zu essen zu verschaffen, denn es ist nur zu wahr, dass unsere Regierung ihre Beamten nicht ausreichend bezahlt<<, stellt der Ich-Erzähler fest. In Trastevere wendet er sich an das Malermodell, Dienst- und Freudenmädchen Florinda, die ihm wieder zu seinem Fahrrad verhelfen kann. Allerdings muss er sein Eigentum für den damals absurd hohen Preis von 6000 Lire zurückkaufen. Besondere Kennzeichen des Neorealismus sind die präzise Wiedergabe der Alltagswirklichkeit und die Banalität des Umfelds. Die Handlung ist einfach und unkompliziert, entscheidend ist das Milieu, aus dem der Held stammt und in dem er sich bewegt. Auch er ist vergleichsweise unattraktiv gezeichnet und als Figur wenig ergiebig. Allein in der genauen Darstellung seiner Umwelt gelangt er zu Leben und Plastizität.
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