Fair zur Gesellschaft

Raimar Unterlöhner

Fair zur Gesellschaft Macht und Eigentum verpflichten

Murmann

Kein Ruck ist bisher durch Deutschland gegangen, nur Geruckel. Die Erosion des Wirtschaftlichen, Politischen und Privaten schreitet weiter voran. Wir alle haben die Suppe der verpassten Chancen der 80er und 90er Jahre auszulöffeln.

Reimar Unterlöhner, Historiker und Volkswirt, hat nie einen Hehl aus seinem

wertkonservativem Standpunkt gemacht. Er war aktiv beteiligt an der Strategiearbeit der CDU in den 80er Jahren und arbeitete dem deutschen Arbeitgeberpräsidenten zu, bevor er als Kommunikationschef zu internationalen Konzernen wechselte. In seiner aktuellen Analyse nimmt er kein Blatt vor den Mund: Werte schwinden, Loyalitäten werden gekündigt, Bindungen lösen sich auf. Und die Dimensionen unserer Probleme werden größer: steigende Arbeitslosigkeit, sinkende Einkommen und wachsende Verunsicherung. Unterlöhner analysiert eine lange Reihe von Managern, Theortikern, Journalisten und Entscheidungsträgern unserer Gesellschaft (unter anderem Gerd Habermann, Norbert Blüm, Helmut Maucher, Peter F. Drucker, Ludwig Pullain, Christoph Spengel, Paul Kirchoff, Wendlin Wiedeking, Renate Köcher, Uwe Jean Heuser, Dieter Engels, Gabor Steingart, Horst Köhler, Wolfgang Kersting, Meinhard Miegel, Hans Jonas, Alfred Herrhausen, Julius Rosenwald, Reinold Würth, Reinhard Mohn, Mit etwas weniger Staat und etwas mehr Wirtschaftswachstum ist es nicht getan. Die Eliten unserer Gesellschaft sind gefordert! Sie müssen ihre Haltung und ihr Verhalten ändern, sowie Orientierung geben, Neues wagen und Freiräume schaffen. Unterlöhner untersucht zunächst die marktgängigen Manieren, bringt Beispiele aus den Bereichen Steuern, Subventionen, Vorruhestand und Tarifabschlüsse, an denen schlechte Sitten und der Wunsch nach Kollektivierung der Kosten abzulesen ist. Mit Stichworten wie "Von der Egomanie zur Kleptomanie" schildert er die Veränderung unserer Gesellschaft von einer coolen zu einer kühlen Gesellschaft, wirft einen kritischen Blick auf den Wohlfahrtsstaat, der Sicherheit bis zur Bewegungslosigkeit bietet und beschreibt die Ohnmacht des Staates, noch politisch agieren zu können. Er fordert eine Kultur der Freiwilligkeit, in der das Soziale liberalisiert und Verantwortung zugemutet und zugetraut wird. Faire Unternehmen, für die Gewinnmaximierung keine Maxime und Nachhaltigkeit ein ökonomisches Prinzip ist, stellt er als nice firms heraus. Unterlöhner unterstreicht die Bedeutung der Haltung für das Verhalten, die er in Begriffen wie Zaungast - Gastspieler - Spielmacher diskutiert. Elitär und Elite sollten nicht miteinander verwechselt werden: Mit Beispielen von Robert Bosch bis Reinhard Mohn macht er deutlich, wie ein Kapitalist ohne Krämerseele agieren kann. Schließlich macht Unterlöhner deutlich, wie die Reputation auch die Rendite erhöhen kann, wenn Offenheit die Öffentlichkeit überzeugt und Selbstverpflichtung eines Unternehmens auch ohne Fremdkontrolle funktioniert. Unterlöhners Anstoß zielt auf mündige Bürger, faire Unternehmer und mutige Politiker. Reimar Unterlöhner ist Unternehmensberater für Kommunikation und Reputation Management. Sein Werdegang in Politik, Medien und Wirtschaft führte ihn von der politischen Grundsatzarbeit bis in das operative Management internationaler Konzerne.

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