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Wehrmacht die italienische Besatzungszone in Frankreich übernahm, ging das junge Ehepaar zunächst nach Mailand, Sacerdotis Heimatstadt, und rettete sich dann mit dem kurz zuvor geborenen Sohn Giorgio in die Schweiz. Die Briefe erzählen nicht von den Todeslagern, sondern zeugen vom Leben unter den Bedingungen der Verfolgung. Sie dokumentieren Lebenswege, die allzu oft in der Vernichtung endeten, weil die emigrierten deutschen Juden auch in den Fluchtländern in der Falle saßen. Ergänzt wird die Edition durch Dokumente zur Familiengeschichte vor und nach dem Holocaust.
Giorgio Sacerdoti, geb. 1943 in Nizza, ist als Rechtsanwalt und Professor für Völkerrecht an der Bocconi Universität in Mailand tätig. Außerdem war er lange Zeit Vorsitzender der jüdischen Gemeinde von Mailand. Von 2001 bis 2009 war er Richter bei der Welthandelsorganisation WTO in Genf. Sacerdoti ist der älteste Sohn von Ilse Klein, die als einziges Mitglied der Familie Klein den Holocaust überlebt hat. Jahre hat er damit zugebracht, Briefe, Dokumente und Informationen über das Schicksal der Familie seiner Mutter zu sammeln.
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