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Melanie Sandmann Die Strafbarkeit der Kunstfälschung 1. Auflage 2004 197 Seiten Verlag: Nomos Verlagsgesellschaft Baden-Baden ISBN: 3-8329-0664-9 Preis: 54,00 Euro
Das vorliegende Werk, eine Dissertation, befaßt sich ausführlich mit der Strafbarkeit der Fälschung von Kunst. Hierzu werden zuerst die verschiedenen Erscheinungsformen der Kunstfälschung vorgestellt, was sich dann bei der Prüfung der Strafbarkeit gleich beim ersten Tatbestand auch als relevant erweißt. Ob und welcher Teil eines Gemäldes eine Urkunde im Sinne des § 267 StGB sein könnte, ist problematisch. Sodann folgt die Prüfung der Kunstfälschung im Urheberstrafrecht, als Betrug und Hehlerei sowie im Wettbewerbsrecht. Obwohl die Autorin eigentlich zu dem Ergebnis gelangt, daß durch die vorgenannten Strafrechtsnormen ein ziemlich umfassender Schutz von Werk, Künstler und Markt möglich ist, schlägt sie, wie bei einer Dissertation üblich, eine neue gesetzliche Regelung vor. Dies läßt sich wohl nur mit einer Vereinfachung der Strafbarkeit einer Kunstfälschung erklären; eine wirkliche Notwendigkeit ist aber nicht zu erkennen. Das vorliegende Werk ist eine gute dogmatische Prüfung der Strafbarkeit von Fälschung und Verfälschungen von Gemälden, die weitauf umfangreicher und damit verständlicher ist, als die kurzen Ausführungen der Kommentare. Die bekannte Rechtsprechung und die Standartkommentarstellen wurden eingearbeitet.
Das Werk kann daher dem mit Urheberrecht und Gemäldehandel befaßten Rechtsanwalt gut empfohlen werden. Großartig neue Erkenntnisse ergeben sich aus dem vorliegenden Werk zwar nicht, es ist aber eine gute dogmatische Prüfung der verschiedenen in Betracht kommenden Straftatbestände der verschiedenen Gesetze. Spezialprobleme der Veränderung von Gemälden finden sich in dem vorliegenden Werk aber nicht, so daß das Werk nur ein guter Überblick und Leitfaden ist, in welchem Gesetz welches Interesse am Besten strafrechtlich geschützt sind.
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