Mythos Monument

Carsten Ruhl

Mythos Monument

transcript Verlag

Die Reflexion und Kritik des Monumentalen stellt ein zentrales Thema sowohl der Architektur als auch der Kunst nach 1945 dar. Hiervon zeugen einerseits die zahlreichen Versuche, die moderne Architektur mittels eines neuen Verständnisses dieses Begriffes zu erneuern. Andererseits lässt sich nicht übersehen, dass die Kunst spätestens seit den 1960er Jahren von dem Bestreben geprägt ist, das monumentale Selbstverständnis der Architektur zu kommentieren oder gar zu dekonstruieren.
Vor diesem Hintergrund, so zeigen die Beiträge des Bandes, Mythos Monument, treten Architektur und Kunst in bis dahin beispielloser Weise in einen komplexen Dialog, der sich auf unterschiedlichen Ebenen beobachten lässt: von der unmittelbaren Konfrontation im urbanen Raum zur Konzeption utopischer Orte und Antimonumente,

von der ironisch-kritischen Offenlegung ästhetischer Konventionen bis hin zur kritischen Kommentierung zerstörter oder rekonstruierter Bauwerke sowie der aktuellen Diskussion monumentaler Interventionen im öffentlichen Raum.

Carsten Ruhl (Jun.-Prof. Dr. phil.) lehrt Architektur- und Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Seine Forschungsschwerpunkte sind Architekturgeschichte und Architekturtheorie des 18. bis 20. Jahrhunderts, Designtheorie und Urbanismus.

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