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stabile Lebensplanung scheint bei rasender Veränderung der individuellen und gesellschaftlichen Verhältnisse nicht mehr möglich. Leben heißt dann improvisieren. Die Uhr wird zum Hüter der Zeit, denn Zeit ist der flüchtigste Stoff im Leben. Des-halb muss es heißen: Aufpassen auf die Zeit; man sollte demnach nicht von Zeit-vertreib, sondern entweder von Zeitnutzen oder Zeitgenuss sprechen. Es bedarf eines gehörigen Maßes an Disziplin, um sich gegen Ablenkungen zu wehren: die tägliche Flut an E-Mails, das Klingeln des Mobil-Phones oder Kollegen am Arbeitsplatz, die stören können (Vorsicht vor Zeitdieben!). Die Unfähigkeit, im richtigen Moment nein zu sagen, sei es im Beruf oder Privatleben, gefährdet eine Ausgewogenheit im Gleichgewicht von Arbeit und Leben. Störungen darin und in der eigenen inneren wie äußeren Ordnung gilt es, gemäß des Prinzips der Homöostase auszugleichen. Es kann dann zu Befindlichkeitsstö-rungen und Krankheit kommen, falls ein Ausgleich zwischen Be- und Entlastung, An- und Entspannung nicht gelingt. Ordnungstherapie trägt dazu bei, ein gesundes Da-Sein in der Welt zu ermöglichen, Sinn und Wert des Lebens zu reflektieren und Gesundungspotentiale im Sin-ne einer Salutogenese zu mobilisieren, sowie die Resilienz zu stärken, um letztlich ein „Heil-Sein“ in der Welt zu gewährleisten.
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