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Manuel Tanck, Walter Krug, Hanspeter Daragan Testamente Reihe: Anwaltsformulare 3. Auflage 2006 668 Seiten mit CD-ROM Verlag: Deutscher Anwaltverlag www.anwaltverlag.de ISBN 3-8240-0716-9 Preis: 98,00 Euro Die vorliegende dritte Auflage der Anwaltsformulare zu den Testamenten folgt dem bisherigen Konzept. Hier werden die verschiedenen erbrechtlichen Möglichkeiten vorgestellt, über die der anwaltliche oder notarielle Berater informiert sein sollte. Zu der Kurzvorstellung, was rechtlich möglich ist, bietet das Werk eine Vielzahl an Musterformulierungen, die auch auf der CD enthalten sind. In dem Werk wird darauf hingewiesen, daß natürlich jeder Berater den Einzelfall selbst gründlich überdenken sollte und nicht einfach eines der Muster gedankenlos übernimmt. Dies dürfte eigentlich klar sein, wenn z.B. bei der Testamentsgestaltung auch die Möglichkeit einer Stiftungserrichtung durch den Erblasser vorgestellt wird. Diese Möglichkeit wird auf wenigen Seiten vorgestellt und als Muster -kurzgefaßt- vorgeschlagen, daß einfach protokolliert wird, daß aus dem Nachlass eine Stiftung entstehen soll. Angesichts der Reform der Landesstiftungsgesetze ist dies natürlich ein bißchen sehr kurz gefaßt, zumal auch keine Ersatzregelung vorgeschlagen wird, für den Fall, daß die beabsichtigte Stiftung aufgrund landesrechtlicher Hindernisse mißlingt oder nur mit einem anderen Zweck errichtet werden kann. Hier kommt aber eben die Zielrichtung des Handbuches wieder zum Tragen, daß dieses nur oberflächlich über die vielfältigen Regelungsmöglichkeiten informieren will und Musterformulierungen hierzu vorgibt; die Einzelheiten aber von dem jeweiligen juristischen Berater in dem konkreten Einfall geprüft werden müssen. Das Handbuch ist in 25 Kapitel gegliedert, die von der Erbfolge über die Formvorschriften bis zu den Auseinandersetzungswünschen und der Testamentsvollstreckung gehen. Erbvertrag, Unternehmertestament, aber auch die eingetragene Lebenspartnerschaft sowie die Erbschafts- und Schenkungssteuer werden in dem vorliegenden Werk besprochen. Trotz der Umfassentheit der thematischen Gestaltung des Werkes ist dieses doch nur ein Formulbarbuch, in dem die vielfältigen Streitfragen der Rechtsprechung nur selten Eingang finden. Das Werk ist ein Formularbuch für die Gestaltung, nicht aber ein Handbuch für den Prozeß. Daher ist hier der sichere Weg vorgegeben, nicht aber die streitigen Schleichwege, wie man die Steuer umgeht oder die Erben quält. Für die Beratungs- und Gestaltungspraxis kann das vorliegende Formulbarbuch daher an dieser Stelle gut empfohlen werden; der im Erbprozeß tätige, streitbare Rechtsanwalt hingegen wird eher zu einem anderen Werk greifen müssen. 18.11.2005 Rechtsanwalt Joachim Back Hanau
Tanck / Kerscher / Krug Testamente in der anwaltlichen und notariellen Praxis Reihe Anwaltformulare Auflage 1998 Verlag: DAV
Das umfangreiche Handbuch stellt das Erbrecht für die anwaltliche oder notarielle Beratung ausführlich dar. Die wesentlichen erbrechtlichen Rechtsinstitute und ihre Wirkungen werden gut und übersichtlich wiedergegeben und gegeneinander abgegrenz. Beispiele und Muster erläutern diese systematische Darstellung des materiellen Erbrechts. Das Werk kann als Handbuch nicht einen Kommentar ersetzen, bietet aber in der täglichen Praxis eine wertvolle Hilfe bei Beratung und Entwurf eines Testaments. Da das Buch für den Berater des erst künftigen Erblasser gedacht ist, fehlt das in der heutigen Zeit immer wichtiger werdende Gebiet der Sozialhilfe. Die alternative einer Schenkung zu Lebzeiten oder anderer Rechtsgeschäfte unter Lebenden hätte so machen letzten Willen eines Erblassers erfüllen können, dem sein zu vererbendes Vermögen kurz vor dem Erbfall durch Pflegekosten zugunsten des Sozialamtes entzogen wurde. Über diesen Tellerrand muß wohl jeder anwaltliche Berater selbst gucken können.
Mit Ausnahme des letztgenannten Fehlers ist das Werk jedem Praktiker zu empfehlen. Ihm wird hier ein gut brauchbares Hilfsmittel an die Hand gegeben, um dem letzten Willen eines Erblassers zur Geltund zu verhelfen.
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