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Melissa Müller , Monika Tatzkow
Verlorene Bilder Verlorene Leben
Elisabeth Sandmann
Im größten Kunstraub aller Zeiten enteignete das Naziregime etwa 600 000 Kunstwerke aus jüdischem Privatbesitz. Seit 1945 bemühen sich Geschädigte und Erben um die Erstattung ihrer »verlorenen« Bilder meist mit mäßigem Erfolg. Während die Medien häufig nur über die heute zu erzielenden Kaufpreise der Bilder berichten, geht es den Autorinnen Melissa Müller und Monika Tatzkow um die Menschen hinter den einstigen Sammlungen und um ihren künstlerischen Weitblick. In ausgewählten Biografien, die so außergewöhnlich und spannend sind, dass jede für sich ein Buch verdient, stellen sie bekannte und vergessene Sammler vor und geben tiefe Einblicke in die Problematik der Wiedergutmachung. Melissa Müller, geb. 1967 in Wien, begann bereits während des Studiums der Germanistik und BWL in Wien, für verschiedene Magazine und Tageszeitungen zu schreiben. Zahlreiche, international erfolgreiche Veröffentlichungen, u.a. »Das Mädchen Anne Frank. Die Biographie«, »Bis zur letzten Stunde. Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben« sowie Dokumentationen, u.a. »Hitler und der Adel« (ARD/ORF). Monika Tatzkow, geb. 1954 bei Berlin, studierte Geschichte in Berlin und promovierte 1986 an der Akademie der Wissenschaften. 1992 gründete sie den Wissenschaftlichen Dokumentationsdienst für Offene Vermögensfragen in Berlin »Dr. Tatzkow und Partner«, seit 1998 mit Schwerpunkt NS-Raubkunst. Sie publizierte u.a. »Nazi Looted Art. Handbuch Kunstrestitution weltweit« (in Zusammenarbeit mit Gunnar Schnabel; 2007).Thomas Blubacher, geb. 1967 in Basel, studierte u.a. Theaterwissenschaft. Promotion 1997. Er arbeitet als Theaterregisseur und Autor. 2002 war er Writer-in-Residence in der Villa Aurora in Pacific Palisades (USA). Er verfasste Biografien über Gustaf Gründgens und die Geschwister Eleonora und Francesco von Mendelssohn (»Gibt es etwas Schöneres als Sehnsucht?«; 2008). Gunnar Schnabel, geb. 1962, studierte Rechtswissenschaften in Heidelberg und Berlin, seit 1991 Rechtsanwalt in Berlin, Schwerpunkt offene Vermögensfragen, zahlreiche Publikationen zum Vermögens- und Grundstücksrecht; seit 1998 Schwerpunkt Kunstrestitution weltweit, Rechtsvertretung für Alteigentümer und aktuelle Besitzer.
Kommentar der Redaktion: Wenn ich mir vorstelle welches Elend den jüdischen Kulturbesitzern in den Zeiten des Dritten Reiches passiert sind kann man nur die Hände über den Kopf zusammen schlagen Wenn man dann aber auch noch mitbekommt welche Schwierigkeiten die Familien haben ihre Kunst zurück zu erhalten, dann wird einem schlecht. Auch die vielen phantastischen Bilder können dem Leser nicht über das Unrechtsverhalten im Dritten Reich hinweg trösten.
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